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Was ist Tierpsychologie?

Tierpsychologie


Das oberste Ziel des Tierpsychologen liegt darin, die glückliche und harmonische Mensch-Hund-Beziehung wieder herzustellen, und auf Dauer zu gewährleisten.


Der Tierpsychologe ist spezialisiert darauf, folgende Fragen zu klären:

- Warum handelt mein Tier so wie es handelt, und nicht anders?
- Wozu sind seine Reaktionen nützlich?
- Welche inneren und äusseren Bedingungen liegen dem Verhalten zugrunde?


Die Tierpsychologie/Tierverhaltenstherapie stellt sich vor:

Die Tierpsychologie/Tierverhaltenstherapie ist der Humanpsychologie, also der Psychologie für Menschen, im Vorgehen nicht unähnlich.

Anhand von Gesprächen, festgestellten Verhaltensauffälligkeiten und einem umfangreichen Fragebogen, wird eine Erstbeurteilung erstellt. Daraufhin erfolgt eine Anamnese, und aufgrund dieser wird ein Therapieplan ausgearbeitet.
Ohne Fachjargon ausgedrückt bedeutet dies: nach Erstkontakt Vorgesprächen mit dem Tierbesitzer, beobachtet der Tierpsychologe das Verhalten das Tieres. Dies geschieht vorzugsweise im gewohnten Umfeld des Tieres, bei einem Hausbesuch. Verhaltensauffälligkeiten werden erkannt und in den Unterlagen vermerkt. So entsteht die sogenannte Erstbeurteilung.
Danach erstellt der Tierpsychologe, unter Einbezug der Erstbeurteilung sowie der umfangreichen Unterlagen, eine Krankengeschichte (Anamnese), und erarbeitet aufgrund von dieser Krankengeschichte einen Therapieplan. Der Therapieplan wird dem Tierbesitzer in schriftlicher Form übergeben. Sämtliche Punkte werden besprochen und erklärt, damit ein grösstmöglicher Erfolg gewährleistet werden kann.

Der Unterschied zwischen der Tierpsychologie und der Humanpsychologie besteht darin, dass in der Tierpsychologie keine verbalen Rückmeldungen durch den "Klient", dem Tier, erfolgen können. Erfolge können ausschliesslich anhand einer Veränderung des Verhaltens des betroffenen Tieres gemessen werden. Diese Veränderungen wiederum, beruhen hauptsächlich auf Beobachtungen und Rückmeldungen des Tierbesitzers.

Dadurch wird klar, welch überaus wichtige Schlüsselposition
der Tierbesitzer, und ggf. seine Familie, innehaben. Nur durch die Kooperationsbereitschaft der Tierhalter kann ein Erfolg herbeigeführt werden!




Die Tierpsychologie/Tierverhaltenstherapie kurz im wissenschaftlichen Sinn erklärt:

Tierpsychologie basiert auf fundierten Kenntnissen der Allgemeinen und Speziellen Ethologie, welche wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Verhaltensforschung und der Verhaltenstherapie ermöglichen.

Die Ethologie, oder auch Fachkunde, ist eine Fachrichtung der Biologie und eine eigenständige Wissenschaft, die das Verhalten der Tiere in seiner natürlichen Umgebung erforscht und erklärt.
Entstanden ist die Ethologie Anfang des 20.Jahrhunderts. Die Untersuchungen von Prof.Dr.Dr.h.c. Konrad Lorenz waren von grundsätzlicher Bedeutung.
Später kam unter anderem die Verhaltensphysiologie dazu. Die Verhaltensphysiologie erklärt, welchen Einfluss die Stoffwechselvorgänge auf das Verhalten eines Tieres haben.
Die vergleichende Verhaltensforschung wiederum untersucht, wie sich die Verhaltensmuster innerhalb einer Stammesgeschichte entwickelt haben.
Die Ontogenese klärt die Entwicklung des Verhaltens eines einzelnen Tieres im Lauf seines Lebens.
Weitere Teilgebiete der Verhaltensforschung sind die Populationsgenetik, die sich mit dem Einfluss der Gene auf das Verhalten auseinandersetzt, sowie die Ökotheologie, die Zusammenhänge zwischen Verhalten und Umweltbedingungen untersucht.
Somit ist unschwer erkennbar, welch wichtige Voraussetzung es ist, über die einzelne Hunderasse, ihren ursprünglichen Zuchtzweck, sowie über ihre rassespezifischen Verhaltensmerkmale in Kenntnis zu sein.
Man kann einen Hund nur verstehen, wenn man um seine Ethologie weiss!

Tierpsychologische Aspekte stützen sich auf unzählige Lerntheorien, die sich durch jahrelange, intensive Laborforschung ergeben haben.Die Tierpsychologie im heutigen Sinn umfasst alle obgenannten Bereiche. Problemverhalten von Tieren zu analysieren bedarf eines breiten Fachwissens im Bezug auf verschiedene Themen wie: Rasse, Eigenheiten, Herkunft, Aufzucht, Alter, Haltung, Besitzer, Vorbesitzer, Ausbildung etc.
Dieses gesammelte Wissen, verglichen mit wissenschaftlichen Daten über ein Normalverhalten, ergibt den tierpsychologischen Aspekt; der Unterschied - und somit die Problematik - kann aufgezeigt und durch entsprechende Therapiemassnahmen wieder in richtige Bahnen gelenkt werden.

Beide Zweige, die Ethologie sowie die experimentelle Tierpsychologie, schritten - und schreiten - aufgrund des Internationalen Interesses sehr rasch voran, erzieheln erstaunliche Ergebnisse und schaffen neues Verständnis für Tiere und ihr Verhalten.



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